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BIEM-STANDORTE

Erfolg im Doppelpack

02.05.2012

Autor: J. Strompen

Teams der HS Lausitz und der BTU Cottbus erhalten EXIST-Gründerstipendium

 

Am gestrigen Dienstag begann gleich für zwei Brandenburger Gründerteams die Förderung durch das EXIST-Gründerstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi).

 

Das Gründungsvorhaben aus der Hochschule Lausitz basiert auf einer innovativen modularen Fachwerkkonstruktion aus Beton. Obwohl diese Bauform zahlreiche Vorteile hat und es besonders im Brückenbau eine ganze Reihe historischer Anwendungen gibt, spielen Betonfachwerke im Hoch- und Ingenieurbau bisher insgesamt nur eine untergeordnete Rolle. Dies ist in erster Linie dem für Fachwerkkonstruktionen ungünstigen Verhältnis von Material- zu Lohnkosten geschuldet, da speziell Ortbetonfachwerke enorm aufwendig in Bezug auf Schalung, Rüstung und Bewehrungsführung sind. Für Tragwerke aus neuen, innovativen Hochleistungsbaustoffen ist dieses Verhältnis jedoch anders, und speziell für Ultrahochleistungsbeton (UHPC) erscheint der Einsatz in fachwerkartigen Tragwerken attraktiv. Genau hier setzt das dreiköpfige Gründerteam um Dipl.-Ing. (FH) Stefan Giebler an und wird ein von der interdisziplinär arbeitenden Forschungsgruppe "Schwimmende Architektur" an der Hochschule Lausitz entwickeltes modulares UHPC-Betonfachwerk für ebene und räumliche Anwendungen im Hoch- und Ingenieurbau weiterentwickeln. Den Einsatzmöglichkeiten des Tragwerks sind dabei praktisch kaum Grenzen gesetzt. Die hohe chemische Beständigkeit erlaubt sogar den Einsatz in Umgebungen, in denen gleichartige Systeme aus Stahl, Holz oder Kunststoff nur unter hohen wirtschaftlichen Aufwendungen – entweder in der Herstellung oder in der Unterhaltung – eingesetzt werden können.

    

Eine entscheidende Lücke in der Vermarktungskette von Qualitätsprodukten der regionalen Landwirtschaft zu schließen, ist das Ziel von Landmarkt-Brandenburg.de, ein Gründungsvorhaben aus der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus. Zwar belegt eine Studie der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft aus dem Jahr 2011, dass die Regionalität von Lebensmitteln heutzutage ein zentrales Kaufargument ist – auch in der Region Berlin-Brandenburg. Gleichzeitig leidet der regionale Markt für Landwirtschaftsprodukte aktuell jedoch noch unter deutlichen Effizienzproblemen, die vor allem in der mangelhaften Informationsvermittlung zwischen Erzeugern (bzw. Anbietern) und Abnehmern liegen. Um diese in Zukunft zu verbessern, entwickelt das Gründerteam aus den Studiengängen eBusiness sowie Informations- und Medientechnik – Torsten Chrobot, Sebastian Setzkorn und Lars Langjahr – einen B2B-Online‐Marktplatz für den Handel regionaler landwirtschaftlicher Produkte und kombiniert dabei flexibel traditionelle Dokumenten- und Telefonie-basierte Handelspraktiken mit computerisierten (E-Commerce) sowie Handy- und Smartphone-basierten Online-Handelspraktiken (Mobile Commerce). Durch die verbesserte B2B‐Interaktion wird die Lücke in der Vermarktungskette geschlossen, wodurch sich zum einen das Angebot an regional erzeugten landwirtschaftlichen Produkten vergrößert und zum anderen deren Absatz gesteigert wird.


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